Verfasst von: aprikose | 201. Januar 2008

Wenn die Ferne ruft

Durchs Fenster beobachte ich ein Pärchen, das sich am Bahnhof verabschiedet. Es regnet immer noch, aber das stört keinen der beiden. Er steigt in den Zug und wirft ihr dabei einen Blick zu, der sie verträumt lächeln lässt. Er sieht durchs Fenster, wie ich, dass sie langsam zurückgeht zum Fahrradunterstand, und durch das Maschendrahtgitter, welches letzteren von den Geleisen trennt, kreuzen sich ihre Blicke. Dann, einige Augenblicke später, für die beiden wohl eine Ewigkeit, fährt der Zug ab, langsam und stoisch, unabwendbar. Sie bleibt eine Weile länger stehen, als der Blickkontakt unterbrochen wird, und schaut dem Zug nach, bevor sie sich umdreht und langsamen Schrittes aus meinem Blickfeld verschwindet. Und dann wende auch ich mich ab, mische mich nicht länger in anderer Leute Glück ein.

Ach, wie schön könnte das Leben sein. Nein: Kann es sein. Denn mein Zug ist definitiv noch nicht abgefahren. Der fährt erst morgen früh, in Richtung Ferien.
Der Regen hat aufgehört, und vom Horizont aus scheint auch schon wieder die Sonne, genau zu meinem Fenster hinein. In diesem Sinne: Haltet die Ohren steif und schreibt nicht zuviel, da ich ja nach den Ferien noch arbeiten sollte. Eine angenehme Woche wünsche ich euch  :)


Antworten

  1. Liebe Aprikose,
    ich wünsche Dir einen schönen und entspannenden Urlaub mit erfreulichen Begegnungen und lieben Menschen.
    Übrigens: auch Frauen haben die Möglichkeit gelegentlich Signale auszusenden…und Kontakte zu vertiefen…Holzhammer sind dafür nur selten nötig ;-)
    Komm gut und glücklich wieder zurück!
    Besser und besser,
    Gaba

  2. Liebe Aprikose,

    eine schöne Woche mit guten Gedanken, interessanten Begegnungen und anregenden Gesprächen wünsche ich Dir.

    Liebe Grüße,
    Ulf

  3. besten dank euch lieben beiden :)

    ja, eine schöne und lehrreiche woche hatte ich. möglich, dass ich diese woche noch drüber schreiben werde…

    gaba: das stimmt. aber seit wann wissen frauen denn schon, was sie wollen? und auch männer haben es nicht leicht, fällt es doch schwer, den gedankengängen des anderen geschlechts zu folgen… nichts ist einfach, sonst wäre es ja zu leicht.

    ach, und im übrigen bin ich wieder da :)


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