Viele Dinge sind in den letzten Tagen passiert, vieles hat sich geändert, und deshalb beginne ich nun endlich Kapitel 3 – ein bisschen anders als geplant. Beziehungsweise den Prolog, denn es wird noch einige Vorbereitungen benötigen, bevor ich damit endgültig starten kann. Doch selbst damit greife ich schon vor. Eigentlich sind noch einige unbeantwortete Fragen offen, deshalb erst einmal ein paar Worte zum Epilog aus Kapitel 2.
Das Beziehungsverhältnis wurde in gegenseitigem Einverständnis aufgelöst. Wehe, einer schreibt jetzt „ich hab’s dir doch gesagt“… das erledigt schon mein bester Freund. Es hat einfach nicht mehr funktioniert, mein Mensch wollte so nicht mehr weitermachen. Auch ich habe eingesehen, dass sich die Beziehung so nicht mehr erholen kann. Ich werde die Entscheidung respektieren. Natürlich trauere ich… auch wenn es momentan nicht danach aussieht. Denn dieser Mensch ist und bleibt etwas besonderes für mich – auch wenn er gleichzeitig sehr schwierig war…
Für meinen Umzug bleibt nun mehr Zeit. Stattfinden wird er auf jeden Fall – vielleicht nicht mehr ganz ans ursprüngliche Ziel, aber meine alte Wohnung ist bereits gekündigt. Ich bin gespannt, wo und wie ich leben werde. Nach einer Diskussion mit einer Freundin bin ich sogar auf den Geschmack einer WG gekommen – um erstens an meinen Sozialkompetenzen zu arbeiten und mich einfach generell auf andere Leute einzustellen, und zweitens, damit ich am neuen Ort schneller Kontakte finde. Wobei das halt noch aufwendiger ist als eine Wohnung, denn hier müssen nicht nur die Wohnung, sondern auch die Leute stimmen.
Das weiterführende Studium wurde ebenfalls verschoben, auf nächstes Jahr. In der Zwischenzeit werde ich jobben oder etwas festes suchen. Ich werde dafür einfach mal ins kalte Wasser springen, worauf ich mich auf eine seltsame Art freue. Finanziellen Rückhalt habe ich *einigermassen*, so dass ich sogar einige Monate joblos sein könnte, ohne in Schulden abzurutschen. Aber das ist ja nicht der Plan. Denn mit gerade eben abgeschlossenem Studium bin ich wild darauf, mich auf den (zugegeben momentan bescheidenen) Arbeitsmarkt zu werfen!
Was noch… ja. Neues Leben, Kapitel 3, ich komme. Ich lasse mich in meiner Verzweiflung von Freunden trösten, die mir sagen, dass dieser Mensch es eh nicht wert war, werde weg von hier ziehen, weg von den Erinnerungen, weg von allem, werde neu anfangen und es dieses Mal richtig machen – einfach mit viel mehr Erfahrung. Ich lasse mich nicht unterkriegen. Nicht von zerbrochenen Träumen. Nicht von zerbrochenen Herzen.
Liebe aprikose,
war Monate nicht bei Dir.
Jahre erscheint es mir waren es wenn ich lese was Du hier geschildert hast.
Auch wenn Vergangenes bitter schmecken mag, es gehört zu unserem Leben.
Und Du hast ein Recht, süß Schmeckendes zu suchen und zu finden.
Ich wünsche Dir eine gute Neuorientierung.
Liebe Grüße,
Ulf
Von: Ulf Runge am 257. Januar 2009
um 00:48
danke, ulf.
Von: aprikose am 258. Januar 2009
um 00:16
Ich bin gerade über deinen Blog gestolpert. Und sehr traurig, dass du deinen Traummenschen verloren hast. Aber froh, dass du trotzdem den Neuanfang wagst. Dafür wünsche ich dir von Herzen alles Gute!
Ich kenne nicht die Hintergründe, weiß nicht, ob ich nur zu wenig gelesen habe oder du nicht davon geschrieben hast. Aber deine Situation bzw. das, was ihr vorausgegangen ist, erinnert mich sehr an die Situation, in der ich seit ein paar Monaten stecke. Nur umgekehrt. Auch ich werde von – zumindest vermeintlicher – Liebe überschüttet. Es gibt einen Menschen, der mir ständig sagt, dass er mich immer um sich haben will, dass es ihm nicht gut geht ohne mich, der versucht, alles für mich zu tun. Der es nur gut meint. Der mir aber damit die Luft zum Atmen nimmt. Ich habe das Gefühl, an seiner Liebe zu ersticken. Kann mich nicht mehr frei bewegen. Kann nicht mehr kampflos ich selbst sein. Ich habe ihm desöfteren gesagt, dass er mich freilassen muss, wenn ich bleiben soll. Dass ich ausbreche, wenn er mich zu fest hält. Dass ich so viel Zweisamkeit nicht ertrage. Er versuchts immer wieder. Aber er fällt auch immer wieder ins alte Muster zurück. Auch ich halte es manchmal kaum aus, neben ihm zu liegen. Von ihm umarmt zu werden. Fühle mich eingeengt und erstickt. Und langsam glaube ich, es wird sich nicht ändern. Er tut mir leid. Es tut mir leid. Aber ich kann so nicht leben. Und er kann wohl anders nicht leben. Die Konsequenz, die ich wohl bald daraus ziehen werde, liegt auf der Hand.
Ich weiß nicht, ob es bei euch ähnlich war. Aber ich denke, ich kann deinen Traummenschen verstehen. Aber auch dich. Auch du meintest es nur gut. Wolltest alle Liebe geben, deinem Menschen zeigen, dass du immer da bist. Aber wahrscheinlich hätte ihm das Wissen gereicht, ohne die ständigen Beweise. Sowas ist tragisch. Aber manchmal kann man noch so sehr lieben, es ist einfach nicht genug. Weil es zu viel ist. Und etwas anderes fehlt.
Alles Gute für deinen Neubeginn,
Sunny
Von: sunny11178 am 257. Januar 2009
um 23:20
hallo sunny,
du bist nicht zufällig mein traummensch? :(
gerade auf einem anderen blog gelesen: „es kommt alles, wie es kommen soll“. vielleicht ist es besser so, auch wenn ich mit meiner momentan getrübten sicht nicht sehe, warum…
ich hatte geglaubt, dass ich mich ändern könnte. wahrscheinlich könnte ich es auch. aber nicht so schnell wie mein mensch es sich wünscht…
liebe grüsse,
aprikose
Von: aprikose am 258. Januar 2009
um 00:21
liebe aprikose,
nein, ich bin nicht dein traummensch. denn wegen mir zieht gerade niemand in eine fremde stadt und krempelt sein ganzes leben um. wenn du mehr über mich erfahren möchtest, dann besuch doch mal meinen blog. vielleicht kann ich dir ja helfen, ein bisschen zu verstehen. denn vielleicht ticke ich tatsächlich ähnlich wie dein traummensch. und vielleicht hilft es euch beiden.
ich glaube auch, dass alles kommt, wie es kommen muss. es gibt keinen zufall. dinge passieren, weil sie uns etwas sagen wollen. aber wir sind frei, uns zu entscheiden, ob wir verstehen oder nicht. sieh diesen neubeginn als chance. als chance für dich. aber vielleicht auch für deine liebe. und für dich und deinen traummenschen. vielleicht ist es gerade für euch beide an der zeit, allein zu sein. das leben, die träume neu zu sortieren. vielleicht muss jeder ein paar schritte allein gehen. vielleicht führen sie voneinander weg. aber vielleicht trefft ihr euch auch wieder. und habt auf dem weg dorthin etwas gelernt, das euch die liebe leben lässt.
herzlichst,
sunny
Von: sunny11178 am 258. Januar 2009
um 00:31
welch schöne worte. und ja, zumindest eines weiss ich: ich habe durch diesen menschen sehr viel gelernt und mich auch verändert, positiv.
als chance sehe ich den neuanfang auf jeden fall. für mich. für die liebe? die verwirrt mich grade. vielleicht. wir werden sehen…
liebe grüsse,
aprikose
Von: aprikose am 258. Januar 2009
um 00:42
die liebe wird immer verwirren. denn würden wir sie voll und ganz verstehen, würde sie ihren reiz verlieren.
alles liebe,
sunny
Von: sunny11178 am 258. Januar 2009
um 00:44